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Zürich für Anfänger

Rechne niemals um

 

Mittagspause am Zürichsee

Und das ist auch schon mein erster Zürich-für-Anfänger-Tipp. Niemals sollst du in einem Restaurant oder einem Supermarkt das Geld, was du berappst, umrechnen in Euro. Schon gar nicht, wenn du die letzten zwanzig Jahre in Berlin Friedrichshain, Kreuzberg oder Neukölln gelebt hast.

Zürich ist die Stadt mit der höchsten Lebensqualität auf diesem Planeten. Und sie ist gleichzeitig auch die Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten weltweit. Ein Zimmer kostet hier im Monat locker ein Drittel mehr als 70 Quadratmeter Berlin mit Zentralheizung und Wannenbad.

So schnell wie der Zürcher hier zehntausend Rappen verdient hat, ist er diese auch schon wieder los. Also bloß kein Neid auf das Verdienstniveau am wunderschönen Zürichsee.

 

Geh zu Fuss

 

Wolken hängen tief über dem Zürichsee

Zürich hat wohl eines der am besten ausgebauten Nahverkehrsnetze Europas und trotzdem lohnt es sich zu Fuß zu gehen. Belohnt wird der Fußgänger mit einer spektakulären Kulisse die Limat hinunter und über den Zürichsee hinweg. An klaren Tagen recken sich die Alpengipfel am Horizont. Hängen die Wolken tief, dann reckt der aus Rostock importierte Hafenkran seinen Arm in den Himmel.

Hafenkran an der Limat

Kauf ein 1-Jahres-Halbtax

 

SBB 1. Klasse

Solltest du doch den Nahverkehr nutzen und sonst viel durch die Schweiz reisen, dann kauf dir ein 1-Jahres-Halbtax. Mit dem Halbtax reist du in der 1. und 2. Klasse auf Bahnen, Schiffen, Postautolinien sowie auf Tram- und Busstrecken in den meisten Städten und Agglomerationen zum halben Preis. Ein Monatsticket für den ÖPNV in Zürich schlägt mit 91 Franken zu Buche, einmal nach Bern und zurück mit 98 Franken. Die 175 Franken für den Halbtax amortisieren sich also in Null Komma Nix.

 

Sei ehrlich

 

Zürichsee | Bild 34

Nein, du verstehst kein Schwyzerdütsch. Und das ist mein wichtigster Zürich-für-Anfänger-Tipp. Wer zu stolz ist, zuzugeben, dass er gerade nur Bahnhof versteht, der wird die Hälfte nicht mitkriegen und damit irgendwann ziemlich auf die Nase fallen.

In Zürich wird Schwyzerdütsch, Französisch, Italienisch, Englisch und Deutsch gesprochen. Der gemeine Zürcher ist also daran gewöhnt, dass man noch einmal nachfragt und schaltet recht schnell in eine andere Sprache um, wenn man höflich darum bittet. Das erleichtert allen das Leben und bewahrt einen selbst davor plötzlich für 10 Franken ein Los erworben zu haben, obwohl man nur eine Zeitung kaufen wollte …

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