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Like! So what?

10 Jahre Facebook

2008 war Facebook das neue MySpace. Irgendwie übersichtlicher. Irgendwie smarter. Irgendwie mitteilsamer.

Der Besuch aus London war schon längst drin, Freunde planten bereits den Umzug und deutsche Skeptiker warnten vor Kontakten mit mehr als 100 Freunden. Zu oberflächlich … Irgendwann stiegen die Ersten wieder aus und versenkten ihr Profil auf einem Facebook-Friedhof. Später wurde uns allen bewusst, das Facebook nicht vergisst, woran wir uns schon längst nicht mehr erinnern. Und dass Facebook mit jedem unserer Posts Geld verdient.

Wir virtuellen Ureinwohner begriffen, dass die virtuelle Anarchie des Internets schon in der Dot.com-Krise der Jahrtausendwende untergegangen war, als die Marken aus der alten Welt mit ihren Pages Facebook enterten und in Ads um unsere Klicks buhlten. Den Daumen streckt nun selbst mein kleiner Tabakdealer um die Ecke auf seiner Website stolz in die Luft. Das haben wir damals nicht gewollt!

Aber vielleicht schau ich in zehn Jahren dennoch mit Facebook gerne zurück auf mein virtuelles Leben und verdrücke ein Tränchen darüber, wie jung und unbeschwert ich heute noch war. Und bin erstaunt, was mich heute bewegte und lächele über das erste Selfie. Mit einem Handy vor dem Badezimmerspiegel geschossen.

Handy? Ja, das ist so ein Ding, das wir vor den Smartphones bei uns trugen. Man konnte damit telefonieren, SMS schreiben und in der Luxusausführung fotografieren. Mobiles Internet? Kam später …

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