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Gita di un giorno | Capri

Über den Golf von Neapel nach Capri

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt, und vom Himmel die bleiche Sichel des Mondes blinkt, …“ ziehen die Fischer angeblich mit ihren Booten aufs Meer hinaus. Überprüfen kann ich den Wahrheitsgehalt dieses alten deutschen Schlagers nicht, denn ich werde bereits vor dem Sonnenuntergang wieder zurück auf dem Festland sein.

Übersetzen kann man von Neapel mit den gemütlichen Traghetti oder den schnellen Aliscafi für 8 bis 16 Euro pro Passage. Die Überfahrt dauert zwischen einer und anderthalb Stunden. Aufsteigen kann man im Porto Napoli an den Anlegestellen Porto di Massa, Molo Angioino oder Molo Beverello.

An diesem Tag weht eine steife Brise und die Fähre schaukelt sich mächtig auf zwischen Wellental und Krone. Die Crew zieht die ersten Kreuzfahrer aus den Reihen und platziert sie direkt hinter mir. Ich krame meinen mp3-Player hervor und drehe einfach nur laut. Was immer hilft, ist mit dem Wellengang zu atmen. Klingt furchtbar ganzheitlich, hält aber den Magen fit: Mit der Talfahrt einatmen und mit der Bergfahrt wieder aus und dabei mit den Augen einen festen Punkt im Raum fixieren …

Als Tagesausflügler darf man auf Capri nicht all zu viel erwarten, denn meist reicht es für nicht mehr als einen Ausflug zur Grotta Azzura und einer Fahrt mit dem Funicolare den Berg hinauf. Grotta Azzura fällt heute aus wegen zu hohen Wellengangs, also geht es einmal um die vier Faraglioni vor Capri herum und an der Villa von Mussolini und der Loren vorbei. Bei der Durchfahrt durch den natürlichen Tunnel der Faraglione di mezzo wird’s aufregend. „Baci, baci …“, schreit der Reiseführer. Wer nicht mit küsst, muss die sich küssenden Paare fotografieren, denn dieser Kuss soll der Legende folgend einer für die Ewigkeit sein. Und so etwas muss für die spätere Beweisführung dokumentiert werden.

Ristorante Verginiello

Zurück auf der Insel fahre ich mit der Seilbahn in den kleinen Ort über der Marina Grande. Dabei lohnt es sich nach der Ankunft um die Station einmal herum zu gehen und die Aussicht zu genießen. Ich halte mich dann rechts, statt mit den Touristen ins kleine Zentrum der Ortschaft zu schwappen, und folge gegenüber dem Hotel Capri einer kleinen Straße talwärts und entdecke so das Da Verginiello. Eine Trattoria und Pizzeria mit Hausmannskost und einem schönen Blick über die Bucht hinweg. Die leeren Tische irritieren mich am Anfang, aber ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich für hiesige Verhältnisse ein wenig früh eingekehrt bin. Als meine Vorspeise serviert wird, bildet sich bereits ein kleine Warteschlange im Hof. Die Gäste? Hiesige und Kenner der Insel. Ich hatte also den richtigen Riecher. Eine für Capri typische Pasta al arrabiata bleibt in guter Erinnerung. Wenn noch einmal Capri, dann definitiv wieder ins Da Verginiello.

Bevor ich mit der Seilbahn in den Hafen zurückkehre, schlendere ich doch noch einmal durch das überlaufene Zentrum. Auf dem Weg dorthin entdecke ich einen kleinen Souvenirladen, der neben den Standards handgemalte Ansichten von den Wahrzeichen der Insel anbietet, ohne dafür ein kleines Vermögen zu nehmen. Den für Capri typischen Limoncello lässt man besser in den Regalen stehen und kauft ihn im Supermarkt auf dem Festland billiger ein …

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Campagna

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Porto di Massa: 40.843298, 14.260495
Molo Angioino: 40.837698, 14.257309
Molo Beverello: 40.837810, 14.254394
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Molo Beverello
Molo Beverello
Molo Beverello, 80133, Napoli, NA, Italien
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Molo Angioino
Molo Angioino
Napoli (Molo Angioino), Italien
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Porto di Massa
Porto di Massa
Calata Porta di Massa, 2/a, Napoli, 80133 NA, Italien
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