Berliner Stimmen | 100 Prozent Tempelhofer Feld

Volksbegehren gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes

Seit der Schließung des Tempelhofer Flughafens gab es viele Pläne, realistische und unrealistische, wie der neue Freiraum zukünftig genutzt werden könnte. Bevor diese allerdings geliebte oder unbeliebte Wirklichkeit werden, steht das Feld zwischen Tempelhof und Neukölln Fußgängern, Radsportlern, Kleingärtnern und Grillern offen zur kreativen Ausnutzung der Freiheit.

Doch die Debatte über die Bebauung der Ränder des Tempelhofer Feldes ist bereits in vollem Gange, obwohl für die Bebauung des Areals der Berliner Flächennutzungsplan geändert werden müsste. Nur wäre diese Änderung unmöglich ohne die Beteiligung von Bürgern und Verbänden. Der Bausenator versucht trotzdem mit konkreten Bebauungsplänen vorab Tatsachen zu schaffen und hofft auf das Scheitern der Initiative 100 Prozent Tempelhofer Feld.

Diese rief am Wochenende zum Lichterflashmob auf, um ein sichtbares Zeichen gegen die geplante Teilbebauung zu setzen. Noch bis Montag sammelten die Aktivisten der Initiative 100 Prozent Tempelhofer Feld Unterschriften für ein Volksbegehren, um die Bebauung des ehemaligen Flughafens zu verhindern. Heute meldete die Initiative 222.000 bei der Landeswahlleiterin abgegebene Stimmen. Diese werden nun noch einmal gezählt, wobei nur jene Unterschriften gelten, die von in Berlin lebenden Bundesbürgern abgegeben wurden. Ziel sind 173.000 gültige Stimmen. Erst dann werden alle Berliner an den Wahlurnen darüber abstimmen können, ob das Tempelhofer Feld zu einem Drittel bebaut werden kann oder bleibt, was es ist. Ein weites Feld mit viel Raum für die Kreativität der Menschen in dieser Stadt …

Kommentar verfassen